Wenn Cazals singt, gibt er alles, schont sich nicht, kehrt sein Innerstes
nach außen.
Jeder Auftritt ein Ausbruch an Leidenschaft bis zur völligen Erschöpfung.
Ein schon hundert Mal gehörtes Seemannslied klingt bei Cazals wie eine
Uraufführung,
eine Frühlingsromanze von Toselli, als hätte sie der Italiener eigens
für den Interpreten
Cazals geschrieben.
Seine Auftritte sind viel zu selten, weil Kräfte zehrend.
Aber wer ihn einmal erlebt hat, reist ihm hinterher.
Cazals lebt zurückgezogen mit seiner Frau in einem alten Stadthaus
in einer mecklenburgischen Kleinstadt. Wer ihn hier besucht, fühlt sich in
eine andere Welt versetzt.
Während sich in der Küche am alten Herdofen die halbwüchsige Dogge ausruht, malt der Künstler im ungeheizten Atelier zwischen gestapelten Großformaten was sich in ihm angestaut hat oder zeichnet mit filigranen Strichen - am liebsten Frauen oder zumindest Teile von ihnen.
1967 begann er sein Mal- und Kunststudium.
Seine Lehrerin war für Kunstgeschichte und Literatur, Gertrud Pirsch (Dramaturgin
und Kunstbetrachterin, Berlin).
Seine Malkorrektoren:
Prof. Grimm (Fachkunsthochschule Hamburg)
Prof. Eduard Bageer (Maler)
Karl August Ohrt (Bildhauer)
Cazals muss malen - alles andere ist notwendiges Übel.